Fuhrmannseid

Ich schwöre
einen Eid zu Gott dem Allmächtigen
das ich das Gut das mir zu fahren aufgeladen wird,
für billigmäßige Belohnung dahin fahren,
treulich verwahren und redlich überliefern,
kein Gut verfahren,
oder irgend anderswo hinbringen,
als mir aufgegeben ist;
was mir etwa an Geld und Wechseln
zurückzubringen gereicht wird,
aufrichtig und ohne einzige Hinterhaltung überreichen;
auch für mich selbst kein Gut reichen oder kaufe,
sondern mich in allen also betragen will
wie einem redlichen; aufrichtigen und,
getreuen Fuhrmann gebührt.

Fuhrmannseid 6. August 1691

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